Gewerbeversicherungen kann man verhandeln

13. Februar 2020

Sie sind Gewerbetreibender und haben sich Angebote für Ihr Unternehmen eingeholt? Sie haben die Beiträge verglichen und wollen das günstigste Angebot abschließen? Im gewerblichen Versicherungsbereich zahlt nur derjenige die Standardprämie, der davon keine Ahnung hat. Natürlich in Abhängigkeit Ihrer Branche (z.B. Recyclingunternehmen oder Rotlichtbetreiber, etc. haben es schon immer schwerer gehabt) sind Nachlässe bis zu 60 % auf die erste Prämie keine Seltenheit.
Doch wie geht das?
Holen Sie sich viele Angebote ein. Erkundigen Sie sich z.B. online, welche Versicherungsgesellschaft noch dafür in Frage kommt. Je mehr Angebote Sie einholen, desto größer der Spielraum der Verhandlungen. Problem 1: Die meisten Kunden können maximal 7-10 Versicherer benennen von den über 180 existierenden Gesellschaften. Da wird die Auswahl meist auf die bekannten Gesellschaften reduziert. Ein teurer Fehler.
Schließen Sie niemals sofort ab, auch wenn das Thema Sie nervt oder der Vertreter auf Abschluss drängt! Vergleichen Sie die Angebote auch in der Leistung, denn ein Angebot kann schnell günstiger sein, weil eben weniger versichert ist (oder überteuert, weil viel abgesichert ist, was Sie selber gar nicht benötigen). Fragen Sie den Vertreter, ob da noch was geht. Lassen Sie durchblicken, dass es Mitbewerber gibt, die günstiger sind. Nachlässe sind durchaus möglich. Überziehen Sie die Forderungen nicht.
Leidet da nicht die Absicherung unter einem günstigen Beitrag?
Definitiv nicht! Ein Angebot besteht aus Beitrag und Versicherungsleistung. Und ich kann als Kunde den Beitrag verhandeln; ebenso wie die Leistung... nur kaum einer macht es. Das kann in Form einer beitragsfreien Zusatzleistung (wie z.B. eine Privathaftpflicht in einer Betriebshaftpflicht sein), höhere Deckungssummen oder optionaler Versicherungsklauseln, die das Standardbedingungswerk verbessern.
und jetzt kommt der Haken:
Sie müssen sehr viel Zeit mitbringen, Sie müssen sich in die Materie einlesen und sollten sich informieren, was Sie für Ihre Branche benötigen oder auch nicht. Wenn Sie es selbst machen.
Oder Sie geben diese Aufgabe an einen spezialisierten Versicherungsmakler, der diese Tätigkeiten für Sie übernimmt. In der Tat ist es illusorisch zu glauben, der Otto-Normalkunde verstünde sich darauf, Bedingungswerke zu lesen. Holen Sie sich professionelle Hilfe. Der Angebots-Findungsprozess kostet bei Versicherungsmaklern auch kein Geld, da diese erst bei Abschluss von den Versicherungen bezahlt werden.

Ihr Stefan Groß, Sachkontor GmbH; Spezialmakler für Gewerbetreibende

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