Insassenunfallversicherung

4. März 2020

Ist der Neuabschluss einer Insassenunfallversicherung sinnvoll?

Kommt es zu einem Unfall bei dem die Insassen eines Fahrzeugs schwer verletzt oder sogar getötet werden, leistet die Kfz-Haftpflichtversicherung für die entstandenen Schäden. Wurde der Unfall selbst verschuldet, dann leistet die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung, wurde er von jemand anderem verursacht, so leistet die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung. Weitere Versicherungen, sofern abgeschlossen, würden ebenfalls für einen solchen Unfall leisten, z.B. die private Unfallversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Risikolebensversicherung etc.. Da ein solches Unfallrisiko bereits über mehrere Versicherungen finanziell abgesichert wird, ist der Abschluss einer zusätzlichen Insassenunfallversicherung nicht erforderlich.

Wichtig ist jedoch, dass der Fahrer bei einem selbst verursachten Unfall meist keine Leistung erhält. Trägt er eine Mitschuld an einem Unfall, bleibt er auf einem Teil der Kosten sitzen. Zur Schließung dieser Lücke ist es ggf. sinnvoll (in Abhängigkeit von bereits vorhandenen Versicherungen, die in diesem Fall leisten würden) als Zusatzbaustein zur Kfz-Versicherung eine Fahrerschutzversicherung abzuschließen. Die Fahrerschutzversicherung leistet bei einem selbst- oder mitverschuldeten Unfall oder auch wenn der Unfallverursacher unbekannt (z.B. bei Unfallflucht) oder mittellos ist. In der Regel wird von den Kfz-Versicherern eine Leistung in Form eines Schmerzensgeldes, Verdienstausfalls, Hinterbliebenenrente und sofern erforderlich, behindertengerechten Umbaumaßnahmen erbracht.

Kündigung Ihrer Insassenunfallversicherung

Möglichkeiten der ordentlichen Kündigung Ihrer Insassenunfallversicherung

Eine ordentliche Kündigung ist mit einer Frist von 1 Monat zum Ablauf des Versicherungsjahres möglich, ansonsten verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr.

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, idealerweise als Einschreiben mit Rückschein. Dadurch können Sie im Streitfall Ihre fristgerechte Kündigung nachweisen. Stichtag für die Kündigungsfrist ist das Datum, an dem das Kündigungsschreiben beim Versicherer eingegangen ist.

Möglichkeiten der außerordentlichen Kündigung Ihrer Insassenunfallversicherung

Sie können u.a. in den folgenden Fällen Ihre Insassenunfallversicherung außerordentlich kündigen:

  • Im Schadenfall (Frist: 1 Monat nach endgültiger Regulierung des Schadens)
  • Nach einer Beitragserhöhung, ohne dass sich der Umfang des Versicherungsschutzes entsprechend ändert (Frist: 1 Monat nach Eingang des Schreibens der Beitragserhöhung)
  • Bei einem Fahrzeugwechsel (Ihre Kfz-Versicherung erlischt, wenn Sie Ihr altes Fahrzeug abgemeldet haben. Die Kfz-Zulassungsstelle sendet automatisch eine entsprechende Benachrichtigung an Ihren Kfz-Versicherer. Ggf. zu viel gezahlte Beiträge werden von Ihrem Versicherer erstattet)

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, idealerweise als Einschreiben mit Rückschein. Dadurch können Sie im Streitfall Ihre fristgerechte Kündigung nachweisen. Stichtag für die Kündigungsfrist ist das Datum, an dem das Kündigungsschreiben beim Versicherer eingegangen ist.

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