Private Unfallversicherung

24. Januar 2021

Ist der Neuabschluss einer Privaten Unfallversicherung sinnvoll?

Unfälle passieren jederzeit, oftmals gehen sie glimpflich aus: Zu Hause, in der Freizeit, beim Sport/Hobbies, beim Heimwerken, im Urlaub, auf dem Weg zur (Hoch)Schule und während des Aufenthalts dort sowie auf dem Weg nach Hause, auf dem Weg zur Arbeit, bei der Arbeit und auf dem Weg nach Hause, etc..

Unfälle auf dem Weg zur (Hoch)Schule und Arbeitsstätte, während des Aufenthalts dort und der Weg zurück nach Hause sind durch die gesetzliche Unfallversicherung versichert, auch die Folgekosten eines Unfalls. Kommt es zum Unfall leistet die gesetzliche Unfallversicherung für Heilbehandlungsmaßnahmen, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Lohnersatz- und Rentenleistungen und im Todesfall auch Hinterbliebenenleistungen. Kommt es jedoch durch einen Unfall zu einer Invalidität (dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit), kann diese zu einem essentiellen Existenzsrisiko werden. In der Regel reichen die staatlichen Leistungen nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Auch Kosten, die durch den Eintritt der Invalidität versursacht werden (z.B. behindertengerechtes Wohnen), müssen ebenfalls gestemmt werden.

Mehr als 50% aller Unfälle passieren zu Hause und in der Freizeit. Hierfür besteht kein gesetzlicher Versicherungsschutz.

Nicht über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind nicht erwerbstätige Personen, Rentner sowie Selbstständige.

Die Private Unfallversicherung leistet für eine dauerhafte, körperliche oder geistige Beeinträchtigung, die durch einen Unfall verursacht wurden. Der Höhe der Leistung richtet sich nach dem festgestellten Grad der Invalidität. Ob sich die Invalidität auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt, ist nicht relevant. Als Leistung wird im Wesentlichen eine vereinbarte Versicherungssumme erbracht. Bergungskosten und kosmetische Operationen sind in der Regel ebenfalls mitversichert. Optional kann bei vielen Versicherern z.B. eine lebenslange Unfallrente, Sofortleistungen bei schweren Verletzungen, ein Krankenhaustagegeld, Rehabilitationsbeihilfe und/oder eine Todesfallleistung abgesichert werden. Vorteil der privaten Unfallversicherung ist, dass die Gesundheitsprüfung bei vielen Versicherern recht einfach ist, teilweise wird nur 1 Gesundheitsfrage gestellt.

Grundsätzlich ist eine Private Unfallversicherung sinnvoll für jeden der sich gegen das Risiko eines Unfalls und die dadurch entstehenden finanziellen Risiken absichern will. Insbesondere für nicht erwerbstätige Personen, Rentner und Selbständige ist sie geeignet, da sie nicht über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind sowie für Personen, die in ihrer Freizeit viel Sport treiben.

Vor dem Abschluss einer Privaten Unfallversicherung, sollte unbedingt geprüft werden, durch welche bereits abgeschlossenen Versicherungen bereits eine Absicherung im Falle eines Unfalls besteht.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert auch das Unfallrisiko ab, ihr Versicherungsschutz ist weitreichender als der einer Privaten Unfallversicherung. Sie erbringt nicht nur Leistungen bei einer Invalidität durch einen Unfall, sondern auch aufgrund von Krankheiten, wenn diese zu einer Berufsunfähigkeit führen. Dies vor allem wichtig, da eine Invalidität in der Mehrheit der Fälle durch Krankheiten ausgelöst wird. Daher ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoller, sofern die Gesundheitsprüfung erfolgreich durchlaufen werden kann.

Die wichtigsten Tipps zur Privaten Unfallversicherung erläutern wir Ihnen nun im Detail:

Tipps zur Produktauswahl und Neuabschluss einer Privaten Unfallversicherung

Auswahl der richtigen Privaten Unfallversicherung, worauf Sie beim Vergleich achten müssen

Grundsätzliches

Aufgrund der Funktionsweise der Privaten Unfallversicherung könnte man schließen, dass sie ein wenig erklärungsbedürftiges Produkt ist. Da der Umfang an Deckungen/Leistungen/Klauseln je nach Produkt und Anbieter sehr unterschiedlich sein kann und diese nach einem Unfall darüber entscheiden, ob ein Versicherer leistet oder nicht, erachten wir eine an den individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Beratung durch einen Versicherungsexperten als sehr sinnvoll

Auch in der Privaten Unfallversicherung sollte man die Produkte verschiedener Versicherer nicht in erster Linie nach dem Preis vergleichen. Es gibt wichtige Deckungen, die entweder nur mit Höchstgrenzen, gar nicht oder nur über einen zusätzlichen Baustein versichert werden können. Dies hat dann entsprechende Auswirkungen auf die Höhe des Versicherungsbeitrags.

Vergleichen Sie daher die Produkte und Beiträge verschiedener Versicherer immer anhand von Leistungs-/Tarifübersichten, die auch Entschädigungsgrenzen für Leistungen nennen. In der Regel bieten die Versicherer 2-3 Produktvarianten (z.B. Basis, Kompakt, Premium) mit zusätzlichen Bausteinen oder ein Basisprodukt an, das um verschiedene Bausteine ergänzt werden kann.

Vorteil der Privaten Unfallversicherung ist, dass die Gesundheitsprüfung bei vielen Versicherern recht einfach ist. Einige Versicherer stellen nur 1 Gesundheitsfrage.

Beispiel:

„Wurden wegen AIDS, Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch, Bluterkrankheit, Epilepsie, Glasknochenkrankheit, Multipler Sklerose, Osteoporose, Paget-Krankheit, Spina bifida, Wirbelgleiten oder Zuckerkrankheit in den letzten 5 Jahren ärztliche Behandlungen durchgeführt oder Medikamente verordnet?“

Wesentliche Prüfpunkte des Versicherungsschutzes einer Privaten Unfallversicherung im Vergleich (aus unserer Sicht wichtige Deckungen)

Prüfen Sie, ob insbesondere die folgenden Deckungen/Klauseln in dem Produkt und mit welcher max. Entschädigungshöhe enthalten sind:

  • Leistung schon ab 1 % Invalidität
  • Vergleich der Gliedertaxen (hier gibt es erhebliche Unterschiede)
  • Vergleiche der Progressionsstaffeln (die Progression erhöht die Versicherungssumme)
  • Erweiterter Unfallbegriff
  • Keine/geringe Berücksichtigung bei Vorerkrankungen (Mitwirkungsanteil)
  • Sofortleistung bei schweren Unfällen
  • Eigenbewegung (z.B. Umknicken beim Laufen)
  • Übermüdung/Erschrecken
  • Leistung bei Ertrinken und Ersticken unter Wasser
  • Infektionen durch Zeckenstiche
  • Impfschäden
  • Erhöhte Kraftanstrengung
  • Geistes- und Bewusstseinsstörung
  • Kosmetische Operationen
  • Bergungskosten
  • Todesfallleistung
  • Rehabilitations-Management
  • Assistance Leistungen
  • Weltweiter Versicherungsschutz
  • Leistungsupdate (bestehender Versicherungsschutz wird immer automatisch und kostenlos auf den neuesten Stand gebracht)
  • Optional: Lebenslange monatliche Unfallrente nach schwerem Unfall mit Invaliditätsgrad von mindestens 50%

Gesundheitsprüfung Private Unfallversicherung: Risikovoranfrage bei Vorerkrankungen nutzen

Risikovoranfrage vor Antragstellung durchführen

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Vorerkrankungen/aktuellen Erkrankungen zu einer Ablehnung Ihres Antrages, zu einem Risikozuschlag oder Leistungsausschluss führen könnten, sollten Sie vor der Antragsstellung eine Risikovoranfrage mit einem Versicherungsexperten bei einem oder mehreren Versicherern anonym unter Angabe Ihres Gesundheitszustandes stellen. Die Risikovoranfrage ist eine Art „anonymisierter Probeantrag“.

So wissen Sie anschließend konkret, ob einer der Versicherer Ihren Antrag auf eine Private Unfallversicherung annimmt und wenn ja, zu welchen Konditionen, d.h. mit/ohne Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen

Des Weiteren hat dies den Vorteil, dass Sie trotz der Ablehnung einer oder mehrerer Versicherer noch eine private Unfallversicherung bei einem anderen Versicherer bekommen können. Im Antrag wird in der Regel danach gefragt, ob bereits einmal ein Antrag auf Unfallversicherung abgelehnt worden ist.

Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten

Gesundheitsfragen sollten Sie immer wahrheitsgemäß und vollständig beantworten.

Bei grob fahrlässiger oder vorsätzlicher Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten bzw. diesen bei arglistiger Täuschung anfechten.

Wie Sie Beiträge schon bei Vertragsabschluss für Ihre Private Unfallversicherung sparen

Zahlweise des Vertrags entsprechend auswählen

Wenn Sie Ihre Beiträge für Ihre Private Unfallversicherung anstatt monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich zahlen, verringert sich der zu zahlende Beitrag in der Regel zwischen 2% - 5%.

Zu beachten: Die Beiträge für Ihren Vertrag sind immer im Voraus zu zahlen, d.h. zu Vertragsbeginn bzw. zu Beginn einer Versicherungsperiode (monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich).

Mehrjährige Laufzeit des Vertrags vereinbaren

Wenn Sie für Ihre Private Unfallversicherung eine Vertragslaufzeit von 3, 5 oder 10 Jahren vereinbaren, können Sie Rabatte bis zu 10% erhalten. Sie können auch bei Laufzeiten, die größer als 3 Jahre sind immer zum Schluss des 3. oder jedes darauf folgenden Jahres kündigen.

Bündelrabatt (Bündelbonus) nutzen

Hat man mehrere Verträge bei einem einzigen Versicherer, ist oftmals ein Bündelrabatt auch für Ihre Private Unfallversicherung möglich, der in der Regel zwischen 5% - 10% auf den Beitrag betragen kann. Die Höhe des Bündelrabatts ist abhängig von der Anzahl der insgesamt abgeschlossenen Tarife.

Besondere Rabatte anfragen

Für besondere Lebensphasen, Berufsgruppen oder Mitgliedschaften in Verbänden gibt es oftmals besondere, teilweise zeitlich begrenzte Rabatte. Beispielsweise für Auszubildende, Studenten, Beamte, Angehörige des öffentlichen Dienstes, Mitgliedschaften in Verbänden etc.. 

Fragen Sie bei einem Versicherungsexperten an, ob auch für Sie einer dieser Rabatte Anwendung finden kann. Es sind Rabatte von 2% - 10% möglich.

Treuerabatt anfragen

Liegt Ihnen ebenfalls ein Angebot für eine Private Unfallversicherung einer anderen Versicherung vor, das günstiger ist, lohnt es sich Ihren Versicherungsexperten zu fragen, ob ggf. ein Treuerabatt möglich ist. Dies ist ggf. möglich, wenn Sie mehrere Verträge bei Ihrer aktuellen Versicherung abgeschlossen und keine/kaum Schäden während der Vertragslaufzeit hatten. Diese Rabatte, sofern Sie möglich sind, können kleiner oder größer als 10% sein.

Optimierung Ihrer bereits bestehenden Privaten Unfallversicherung 

Prüfung der Höhe der Versicherungssummen

Es lohnt sich regelmäßig (mindestens jährlich) zu überprüfen, ob der Versicherungsschutz noch in der aktuellen Höhe benötigt wird. Eine Reduktion der Versicherungssumme bzw. Reduktion des Beitrags ist jederzeit möglich. Eine Erhöhung der Versicherungssumme kann nur über die Annahme von einer zu Vertragsabschluss eingeschlossenen Dynamik erfolgen.

Dynamische Erhöhungsoption (Dynamik) prüfen

Sofern bei Vertragsabschluss eine dynamische Erhöhungsoption (Dynamik) in der Privaten Unfallversicherung eingeschlossen worden ist, sollte spätestens ab dem 40. Lebensjahr jährlich überprüft werden, ob eine Dynamik noch sinnvoll bzw. rentabel ist, da sich die dynamische Erhöhungsleistung (= zusätzliche Versicherungssumme) immer nach dem aktuellen Alter des Versicherten bemisst. Das heißt je älter Sie werden, desto geringer fällt die zusätzliche dynamische Versicherungssumme im Verhältnis zu dem zusätzlichen Beitrag aus, der im Rahmen der dynamischen Erhöhung gezahlt werden muss.

Zahlweise des Vertrags ändern

Wenn Sie Ihre Beiträge anstatt monatlich zukünftig vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich zahlen, verringert sich der zu zahlende Beitrag in der Regel zwischen 2% - 5%.

Zu beachten: Die Beiträge sind immer im Voraus zu zahlen, d.h. zu Vertragsbeginn bzw. zu Beginn einer Versicherungsperiode (monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich).

Mehrjährige Laufzeit des Vertrags vereinbaren

Wenn Sie eine Vertragslaufzeit von 3, 5 oder 10 Jahren vereinbaren, können Sie Rabatte bis zu 10% erhalten.

Sie können auch bei Laufzeiten, die größer als 3 Jahre sind immer zum Ende des 3. oder jeden darauf folgenden Jahres kündigen.

Bündelrabatt (Bündelbonus) nutzen

Hat man mehrere Verträge bei einem einzigen Versicherer, ist oftmals ein Bündelrabatt hierfür möglich, der in der Regel zwischen 5% - 10% auf den Beitrag betragen kann. Die Höhe des Bündelrabatts ist abhängig von der Anzahl der abgeschlossenen Tarife.

Abfederung von Beitragserhöhungen zu Ihrer Privaten Unfallversicherung

Die außerordentliche/ordentliche Kündigung

Erhöht Ihr Versicherer den Beitrag Ihrer Privaten Unfallversicherung, dann haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung. Ihre Kündigung muss dann spätestens einen Monat nach der Benachrichtigung über die Beitragserhöhung Ihrem Versicherer zugegangen sein. 

Eine ordentliche Kündigung zum Ende der vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen ist natürlich ebenfalls jederzeit möglich.

Was Sie bei Eintritt eines Unfalls beachten sollten

Grundsätzliches

Der Versicherer sollte unverzüglich telefonisch oder schriftlich nach einem Unfall informiert werden. Ggf. können dann zeitnah Assistance- oder Soforthilfe-Leistungen erbracht werden, sofern sie vertraglich vereinbart sind. Ihr Versicherer sendet Ihnen einen Leistungsantrag zur Prüfung der Leistungspflicht zu, der bearbeitet an den Versicherer zurückgesandt werden muss.

Private Unfallversicherung - Experten mit der Stellung eines Leistungsantrages beauftragen?!

Das selbständige Stellen eines Leistungsantrags zur Feststellung einer Leistungspflicht durch den Versicherer ist für Laien nicht einfach. Es besteht die Gefahr dabei Fehler zu machen, die ggf. zu einer Leistungsablehnung führen können. Insbesondere in der Privaten Unfallversicherung sind eine Vielzahl von Fällen bekannt, deren Leistungsanerkennung mehrere Jahre gedauert hat und/oder gerichtlich entschieden werden mussten.

Es gibt mittlerweile Experten/Unternehmen/Kanzleien am Markt, die sich auf das Stellen von Leistungsanträgen für Privatpersonen im Falle eines Unfalls spezialisiert und entsprechendes Know-how diesbezüglich aufgebaut haben. Diese übernehmen bei Bedarf auch die gesamte Korrespondenz mit dem Versicherer bis zur vollständigen Abwicklung des Leistungsfalls. Des Weiteren können diese oftmals bereits eine erste Einschätzung über die Erfolgsaussichten eines Leistungsantrags abgeben.

Unseres Erachtens ist es sinnvoll jemanden mit der Stellung eines Leistungsantrages zu beauftragen, welcher hierbei bereits über umfangreiche Erfahrungen und Know-how verfügt. Dadurch kann der verunfallte Versicherte Zeit sparen, finanzielle Ressourcen schonen und sich darauf konzentrieren seinen Gesundheitszustand wieder zu verbessern. Natürlich sollte vorher angefragt werden, wie hoch die Kosten für diese Dienstleistung sind.

Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung einer Privaten Unfallversicherung im Schadenfall

Im Schadenfall bzw. nach dessen endgültiger Regulierung haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht. Die Kündigung muss innerhalb von einem Monat nach der Regulierung des Schadens oder nach Ablehnung einer Schadenzahlung durch Ihren Versicherer, bei Ihrem Versicherungsunternehmen eingegangen sein.

Private Unfallversicherung - was bei Zahlungsschwierigkeiten zu tun ist

Direkt bei Ihrem Versicherungsexperten oder Versicherer melden.

Wenn Sie Ihre Beiträge für Ihre Private Unfallversicherung nicht zahlen können, gibt es keine Alternative. Sie müssen sich umgehend mit Ihrem Versicherungsexperten oder Ihrem Versicherer in Verbindung setzen, um Möglichkeiten abzustimmen, wie Sie Ihren Versicherungsschutz erhalten und die ausstehenden Beiträge bezahlen können.

Ansonsten drohen Mahnungen, der Verlust oder die Einschränkung des Versicherungsschutzes sowie die Vertragskündigung.

Kündigung einer Privaten Unfallversicherung

Möglichkeiten der ordentlichen Kündigung einer Privaten Unfallversicherung

In der Regel können Sie den Vertrag zum Ablauf eines jeden Versicherungsjahres bzw. frühestens jedoch zum Ablauf einer vereinbarten Vertragsdauer mit jeweils einer Frist von 3 Monaten kündigen, ansonsten verlängert sich der Vertrag stillschweigend jeweils um ein Jahr.

Verträge mit einer Dauer von mehr als 3 Jahren können zum Ende des dritten oder jeden darauf folgenden Jahres mit einer Frist von 3 Monaten gekündigt werden, anderenfalls verlängert sich der Vertrag stillschweigend jeweils um ein Jahr.

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, idealerweise als Einschreiben mit Rückschein. Dadurch können Sie im Streitfall Ihre fristgerechte Kündigung nachweisen. Stichtag für die Kündigungsfrist ist das Datum, an dem das Kündigungsschreiben beim Versicherer eingegangen ist.

Möglichkeiten der außerordentlichen Kündigung einer Privaten Unfallversicherung

Sie können in den folgenden Fällen Ihre Private Unfallversicherung u.a. außerordentlich kündigen:

  • Im Schadenfall (Frist: 1 Monat nach endgültiger Regulierung des Schadens)
  • Nach einer Beitragserhöhung, ohne dass sich der Umfang des Versicherungsschutzes entsprechend ändert (Frist: 1 Monat nach Eingang des Schreibens der Beitragserhöhung)

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, idealerweise als Einschreiben mit Rückschein. Dadurch können Sie im Streitfall Ihre fristgerechte Kündigung nachweisen. Stichtag für die Kündigungsfrist ist das Datum, an dem das Kündigungsschreiben beim Versicherer eingegangen ist.

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