Tipps, falls Ihr Versicherer die Schadenzahlung verweigert

6. Mai 2020

Zuerst ist es wichtig den genauen Grund für die Ablehnung des Schaden- bzw. Leistungsfalls zu verstehen:
Ist der Versicherungsfall z.B. nicht über den aktuellen Vertrag im Deckungsumfang abgesichert? Dann sind kaum Spielräume vorhanden, um gegen die Ablehnung vorzugehen.

Wurden beispielsweise Anzeigepflichten verletzt oder verweigert ein Versicherer aus diversen Gründen eine Zahlung ganz oder teilweise, gibt es verschiedene Möglichkeiten prüfen zu lassen, ob dies gerechtfertigt ist:

1. Schriftliche Beschwerde z.B. via Post oder E-Mail an die Geschäftsleitung des Versicherungsunternehmens

2. Prüfung durch die Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe

3. Schriftliche Beschwerde an den Ombudsmann für Versicherungen
Der Versicherungsombudsmann (www.Versicherungsombudsmann.de) ist eine Schlichtungsstelle für Versicherungsstreitigkeiten und dient dem Schutz des Verbrauchers, indem er ihm bei der Durchsetzung seiner Rechte und Interessen unterstützt.

4. Einschaltung eines Rechtsanwalts
Um Ihre Finanzen zu schonen, sollten Sie erst die Möglichkeiten 1.-3. versuchen, bevor Sie Möglichkeit 4 nutzen und einen Anwalt einschalten. Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, trägt diese ggf. die Kosten für Ihren Rechtsanwalt und einen Rechtsstreit.

Sofern Sie die ersten 3 Möglichkeiten bereits ausgeschöpft und Sie keine positive Rückmeldung erhalten haben, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Einschaltung eines Rechtsanwalts kein anderes Ergebnis erbringen, so dass diese sich dann erübrigt.

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